Aktuelles

Hier finden Sie die aktuellesten Meldungen und vieles mehr zum Thema Kiesabbau !

Sie sind auf der Suche nach den neuesten Artikel rund um das Thema Kiesabbau in Göggingen und Umgebung, dann sind Sie hier genau richtig.

In der rechten Spalte sehen Sie eine Übersicht über alle aktuellen
Artikel mit den jeweiligen Kategorien  --->
Okt09

Beim Kiesabbau ziehen Gegner alle Register

Kategorie// Zeitungsberichte, 2012

Den Kiesabbau wollen die Gögginger zukünftig nur noch in großer Entfernung dulden. (Foto: Arno Möhl)
Den Kiesabbau wollen die Gögginger zukünftig nur
noch in großer Entfernung dulden. (Foto: Arno Möhl)

Petitionsausschuss befasst sich mit dem Thema

Von Arno Möhl

GÖGGINGEN Seit der Verein Lebenswertes Göggingen Ende Juli dieses Jahres vornehmlich politische Adressaten auf die Sorgen der Gögginger Bürger zum geplanten Kiesabbau aufmerksam gemacht hat, trafen peu à peu Antwortschreiben beim Vorsitzenden Rainer Ohmacht ein. Sie liegen auch der SZ vor.

Uns vom Verein gefällt nicht, dass sich die Volksvertreter in den Antworten weder zu einem Ja noch einem Nein durchringen können“, sagt Ohmacht. „Wenn fast gleichlautend von Kompromissen zwischen Unternehmen und Bürgern gesprochen wird, dann übersieht man unserer Meinung nach, dass wir ja schon frühzeitig einiges angeboten haben.“

Und in der Tat betonen der Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß, Fraktionsvorsitzender Peter Hauk und der neue Landtagsabgeordnete Burger, alle CDU, die Notwendigkeit zur Kompromissbereitschaft. Hauk betont in seiner Antwort die wirtschaftlichen Interessen der Kiesunternehmer und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des ländlichen Raums eine Nuance stärker als seine Parteikollegen. Auf die Einlassung des Vereins im Brief, dass große Mengen Kies in die Schweiz verbracht werden, obwohl diese selbst über ausreichend eigene Vorräte verfügt, ging nur der Erste Landesbeamte, Rolf Vögtle, ein. Er verweist hier auf das Außenwirtschaftsgesetz, das keine Handhabe für Einschränkungen von Exporten ins Ausland biete. Abbauvorhaben würden durch eine Reihe von Gesetzen und Vorschriften beurteilt. Tonnagebeschränkungen, so Vögtle weiter, seien nicht möglich.

Angeschriebene Ministerien verweisen auf das laufende Petitionsverfahren des Landtages, der die Ergebnisse seiner Ermittlungen im Petitionsausschuss beraten und der Vollversammlung des Landtags einen Bericht und eine Beschlussempfehlung zur Entscheidung vorlegen wird. In der Einschaltung des Petitionsausschusses sieht der Verein ein Instrument mit dem das Anliegen in der nötigen Tiefe und Breite behandelt wird.

Nach einem Gespräch des Vereins mit Bürgermeister Jochen Spieß, an dem auch die Interessenvertreter für eine Verkehrsentlastung im Zuge der B 311 (Umgehung) teilnahmen, wollen alle drei gemeinsam den Dialog mit der Gemeinde weiterführen, so Ohmacht.