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Jan27

Erste Beurteilung über den Kiesabbau

Kategorie// Aktuelles, 2016, Öffentliche Briefe

Das Regierungspräsidium gibt morgen seine Beurteilung zum Raumordnungsverfahren über den geplanten Kiesabbau in Göggingen/Bittelschieß bekannt.







Hunderte Besucher werden am morgigen Donnerstag, ab 19 Uhr, in der „Linde“ in Göggingen erwartet, wenn das Regierungspräsidium Tübingen die Beurteilung über die Abbaupläne von drei Kiesfirmen in Göggingen und Bittelschieß informiert. Seit vielen Jahren ist die Gemarkung Krauchenwies ein Schwerpunkt des regionalen Kiesabbaus und drei Unternehmen wollen in der Nähe von Göggingen etwa 120 Hektar zusätzliche Fläche ausbeuten, davon größtenteils im Offenlandabbau. Seit mehr als einem halben Jahrhundert gibt es in Göggingen Kiesabbau, wogegen sich vor etwa fünf Jahren heftiger Widerstand formiert, der 2011 in der Bildung einer „Interessengemeinschaft gegen weiteren Kiesabbau“ gipfelte.

Mehr als 500 Unterschriften wurden gegen die Pläne der „Kieser“ gesammelt. Auch der Ortschaftsrat Göggingen sowie der Gemeinderat Krauchenwies lehnen die Dimension der Abbaupläne und besonders den sogenannten „Offenlandbau“ ab, der südlich und östlich an die Bebauungsgrenze von Göggingen heranreichen würde. Die kommunalen Gremien votierten einstimmig dafür, den Firmen für die Umsetzung ihrer Pläne keine gemeindeeigenen Feldwege zu verkaufen.

Unerwartete Unterstützung erhielten die Abbaugegner vom Regionalverband Bodensee-Oberschwaben, dessen Planungsausschuss sich im November 2014 gegen den weiteren Kiesabbau im Offenland ausgesprochen hatte. Zuvor hatte das Regierungspräsidium bei der Bürgerbeteiligung völlig neue Wege eingeschlagen und in einer Art „Modellprojekt Krauchenwies“ konnten sich Bürger wie Gremien der betroffenen Ortschaften am Willensbildungsprozess beteiligen. Es gab mehrere Informationsveranstaltungen, in denen die Kiesfirmen und die beauftragten Ingenieurbüros ihre Pläne erläuterten. Auch die „Interessengemeinschaft“, aus der sich mittlerweile der „Verein Lebenswertes Göggingen und Umgebung“ entwickelte, organisierte immer wieder Versammlungen und in Bürgerforen wurden Themenbereiche wie „Umweltbelastung“, „Verkehrsaufkommen“ oder „Schutz bedrohter Arten“ detailliert aufgearbeitet. In seiner Ansprache beim Neujahrsempfang hatte Bürgermeister Jochen Spieß die Kiesthematik und die anstehende Entscheidung auch angesprochen. Man sei gespannt, wie das Regierungspräsidium mit der Position der Gemeinde sowie des Regionalverbandes umgegangen sei.
Morgen wird das Regierungspräsidium die raumordnerische Beurteilung der Kiespläne vorstellen, die als Arbeitsgrundlage an das Landratsamt Sigmaringen zur weiteren Prüfung weitergeleitet werden, das letztlich die Genehmigung erteilen muss. Erst wenn die Sigmaringer Behörde dann mitgeteilt hat, ob sie die Abbaupläne genehmigt oder nicht, können dazu Stellungnahmen abgegeben werden, ob von Bürgern, Unternehmen, den Trägern öffentlicher Belange oder dem Verein für ein Lebenswertes Göggingen.
 
Kiesabbau
Mehr als 20 Millionen Kubikmeter Kies sollen in der Raumschaft Göggingen, Bittelschieß und Glashütte in den kommenden vier bis fünf Jahrzehnten abgebaut werden. Beteiligt sind die Firmen Baresel GmbH & Co.KG, die Firma Nord-Moräne Kieswerke GmbH, und die Firmen Valte + Ott und Martin Baur. Sie planen einen gemeinsamen Abbau, wobei die Aufbereitungsanlage verlegt werden soll. Binnen 32 Jahren sollen Abbau und Rekultivierung beendet sein. Besonderes Augenmerk legte das Regierungspräsidium auf die Abbau- und Rekultivierungskonzeption. (siv)